Welche Kosten werden für Ihre Wohnung übernommen?

Neben den Regelbedarfen können auch die Kosten der Unterkunft und Heizung übernommen werden, soweit diese tatsächlich anfallen und angemessen sind.

Mietkosten

Aufgrund der steigenden Energiepreise wird die Gesamtangemessenheitsgrenze im Rechtskreis SGB II bis auf Weiteres ausgesetzt. Ab sofort gilt damit wieder die Bruttokaltmiete als Grundlage für die Prüfung der Angemessenheit bei Neuanmietungen.

Die Höhe der Mietobergrenzen ist auf der Seite „Zuzug/Umzug“ hinterlegt. Die Gesamtangemessenheitsgrenze gilt nur bei frei finanziertem Wohnraum. Rückfragen hierzu beantworten wir gern.

Heiz- und Betriebskosten

Heiz- und Betriebskosten werden grundsätzlich in angemessener Höhe übernommen. Bei den Abschlägen für Heizkosten sollten Sie
darauf achten, dass diese eine realistische Höhe für Ihren Haushalt haben.

Heiz- und Betriebskostenabrechnungen sind vorzulegen, wenn die Rechnung während des Bezugs von Leistungen zugeht; der abgerechnete Zeitraum ist nicht ausschlaggebend. Beachten Sie bitte, dass Sie während des Leistungsbezugs verpflichtet sind die Abrechnungen vorzulegen, unabhängig davon ob eine Nachzahlung oder ein Guthaben daraus besteht.

Achten Sie darauf, bei Vorlage der Abrechnung auch eventuelle Anpassungen der Vorauszahlungen mitzuteilen.

Wohneigentum

Leistungsbezieher, die Eigentümer oder Erbbauberechtigte mit einem Eigenheim sind, haben ebenfalls Anspruch auf Leistungen für die Unterkunft. Für selbst genutztes Wohneigentum besteht ein gesteigerter Vermögensschutz, der sich in abweichenden Wohnungsgrößen im Gegensatz zu Mietwohnungen niederschlägt. Als angemessen sind dabei folgende Wohnflächen anzusehen:

Anzahl der Personen im Haushalt Eigentumswohnung bis zu m² Eigenheim bis zu m²
Einzelperson 80 90
Haushalt mit 2 Personen 80 90
Haushalt mit 3 Personen 100 110
Haushalt mit 4 Personen 120 130
Für jede weitere Person +20 +20

Soweit das Wohneigentum noch nicht vollständig abbezahlt wurde, können Schuldzinsen und sonstige dauernde Lasten als Unterkunftskosten berücksichtigt werden; dafür ist es erforderlich, dass die aufgenommenen Gelder für das Grundstück verwendet wurden.

Legen Sie daher einen aktuellen Zins- und Tilgungsplan, der mindestens die nächsten 12 Monate ab Antragstellung umfasst, vor. Denken Sie bitte auch bei Weiterbewilligungsanträgen daran. Die Tilgungsanteile sind dabei grundsätzlich nicht als Teil der Kosten der Unterkunft anzusehen; Sie sollten sich daher bemühen die Tilgung während des Leistungsbezugs auf ein für Sie finanziell vertretbares Maß zu reduzieren.

Grundsätzlich gelten auch bei Wohneigentum die o.g. Ausführungen zu Heiz- und Betriebskosten, wobei die entsprechenden Kosten häufig über einzelne Belege (z.B. Grundsteuerbescheid, Gebührenbescheide, Versicherungsnachweis der Gebäudeversicherung) oder über eine Hausgeldabrechnung bei Eigentümergemeinschaften nachzuweisen sind. Achten Sie bitte darauf, dass die Art der Kosten, die Höhe und der Zahlungsrhythmus aus den Nachweisen erkennbar sind.

Mietschulden bei drohendem Wohnungsverlust

Falls bei Ihnen Mietschulden und ein drohender Wohnungsverlust oder eine Räumungsklage bestehen, wenden Sie sich bitte an:

Unterkunftssicherung (Bereich Soziale Sicherung) der Hansestadt Lübeck
Verwaltungszentrum Mühlentor, Kronsforder Allee 2-6
23539 Lübeck
Telefon: 0451 / 122-4785
Fax: 0451 / 122-5614

Informieren Sie bitte Ihren zuständigen Leistungsmitarbeiter hierüber.