Nachhaltig und sozial - Lübecks gemeinnützige Kaufhäuser

Gemeinsames Projekt der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie und des Jobcenters Lübeck sorgt dafür, dass Menschen mit kleinem Geldbeutel preiswerte Waren erstehen können.

 Pressemitteilung vom 08.12.2021

Eine Hose für 90 Cent, Möbelstücke für gerade einmal 10 Euro: In Lübeck gibt es insgesamt vier Sozialkaufhäuser, die sich auf die Standorte Buntekuh, Kücknitz, Marli und Moisling verteilen. Die Sozialkaufhäuser sind mit ihrem Angebot nicht nur günstig, sondern auch besonders nachhaltig, weil sie Waren die Chance auf ein zweites Leben bieten.

Zum Sortiment gehören unter anderem gespendete Kleidung für alle Altersgruppen, Möbel und Einrichtungsgegenstände, Haushaltswaren und Küchengeräte, Elektrogeräte, Spielzeug, Fahrräder und Bücher. Einkaufsberechtigt sind Menschen aus Lübeck oder Bad Schwartau, die Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung beziehen. Größtenteils erhalten die Kaufhäuser Spenden von Privatpersonen aus Lübeck und Umgebung - aber auch viele Firmen und Behörden unterstützen ihre Arbeit. Die Verkaufserlöse werden zur Refinanzierung der gemeinnützigen Kaufhäuser verwendet.

2005 wurde das erste Sozialkaufhaus in Lübeck-Buntekuh eröffnet. In den Folgejahren eröffneten die weiteren Filialen und entwickeln sich zu festen Größen in den Stadtteilen.

Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck unterstützt das Konzept: „In den Sozialkaufhäusern haben auch Menschen mit geringem finanziellen Spielraum die Möglichkeit, Waren zu moderaten Preisen zu erwerben. Darüber hinaus leisten die Kaufhäuser einen wichtigen Beitrag zur aktiven Beschäftigungsförderung von Langzeitarbeitslosen: In enger Kooperation mit dem Jobcenter Lübeck werden Arbeitsgelegenheiten in verschiedenen Bereichen der Kaufhäuser durchgeführt.“

„Sämtliche Tätigkeiten werden, mit der Unterstützung durch die FAW, von den Teilnehmenden selbst organisiert und durchgeführt“, ergänzt Teamleiter der Sozialkaufhäuser Oliver Würthen.“  Neben insgesamt acht Festangestellten sind außerdem viele Menschen in den Sozialkaufhäusern in Arbeitsgelegenheiten beschäftigt. Die Teams werden des Weiteren von vier ehemaligen Langzeitarbeitslosen unterstützt, die über geförderte Beschäftigungsverhältnisse (§16i, Teilhabe am Arbeitsmarkt) eingemündet sind.

Würthen betont: „Die Tätigkeiten reichen von der Abholung der Spenden über die Aufbereitung in den Werkstätten bis hin zum Verkauf und Auslieferung der Waren an unsere Kunden. In den Arbeitsgelegenheiten findet neben der Vermittlung von berufspraktischen Fähig- und Fertigkeiten, die Gewöhnung an einen regelmäßigen und strukturierten Tagesablauf statt.“

Möchten auch Sie das Sozialkaufhaus besuchen? Es ist für jeden etwas dabei - schauen Sie gerne mit Ihrem Leistungsbescheid und Personalausweis vorbei!

Die Filialen der Sozialkaufhäuser im Überblick:

Marli: Im Gleisdreieck 48, Mo-Do 08:30-17:00 Uhr, Fr 08:30-13:30 Uhr

Buntekuh: Schwertfegerstraße 7, Mo-Fr 08:30-17:00 Uhr

Kücknitz: Hochofenstraße 27, Mo-Do 08:30-17:00 Uhr, Fr 08:30-13:30 Uhr

Moisling: August-Bebel-Straße 25, Mo-Do 08:30-17:00 Uhr, Fr 08:30-13:30 Uhr

Verkaufsräume der Sozialkaufhäuser

Die Sozialkaufhäuser bieten eine große Auswahl an Alltagsgegenständen.